Berichte



23. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Kommunionkinder von Altenhof

Willkommen zum Offenen Adventskalender, dem Fenster Nr. 23 von Altenhofer Kommunionkinder-familien. Schön, dass ihr den Weg zu uns gefunden habt - auch am letzten Tag des Adventskalenders. Wir möchten euch heute das Adventsgedicht von den vier Kerzen vorstellen.

Die Kerze hat in der Kommunionvorbereitung eine besondere Bedeutung. Jede Tischgruppe hat ihre eigene Kerze gestaltet, die in jeder Kommunionstunde und bei den Familienmessen brennt. Sie soll zeigen, dass Jesus als das Licht der Welt in unserer Mitte ist.
So wollen wir diese Tischgruppenkerze auch heute hier anzünden und mit unserem Tischgruppen-Gebet beginnen:

Ein Kommunionkind entzündet die Tischgruppenkerze. Die Kommunionkinder sprechen nun gemeinsam das zugehörige Gebet:
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen. Herr Jesus, unsere Kerze brennt zu deinem Lob und Preis. Du bist für uns der beste Freund, tritt ein in unseren Kreis. Amen“

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz.
Es war ganz still.
So still, dass man hörte,
wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:
„Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht.“

Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte:
„Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne”.

Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
“Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die Anderen.”

Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
“Aber ihr sollt doch brennen und nicht dunkel sein!”

Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:
„Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“

Mit einem Streichholz nahm das Kind das Licht dieser Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an und erweckte so den Frieden, den Glauben und die Liebe wieder zum Leben.

 



22. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Familie Krawitz



21. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Familie Steinmann
"Zuviel Weihnachten"

Sprecher: Die Geschichte handelt vom Ochs und vom Esel, die sich im Paradies der Tiere unterhalten.

Esel: Entsinnst du dich noch zufällig jener Nacht vor vielen Jahren, als wir in einer Art Hütte standen, und gerade dort in der Krippe….?

Ochs: Lass mich nachdenken! Ja, richtig, in der Krippe lag ein neugeborenes Kind. Wie hätte ich das vergessen können! Es war so ein schönes Kind.

Esel: Seit damals, wenn ich mich nicht irre, weißt du, wieviel Jahre seit damals vergangen sind?

Ochs: Wo denkst du hin, ich mit meinem Ochsengedächnis. Es war vor zweitausendachtzehn Jahren.

Esel: Was du nicht sagst!

Ochs: Und im übrigen, weißt du, wer das Kind gewesen ist?

Esel: Wie soll ich das wissen. Es waren doch Leute auf der Durchreise. Gewiß ein wunderschönes Kindlein. Merkwürdig, dass es mir nie aus dem Sinn gekommen ist, und dabei schienen seine Eltern doch ganz gewöhnliche Menschen zu sein. Sag mir, wer war es?

Sprecher: Das Eselchen flüsterte etwas ins Ohr des Ochsen.

Ochs: Aber nein, wirklich? Du scherzt doch wohl nur?

Esel: Nein, es ist die reine Wahrheit. Ich schwöre….übrigens hatte ich es schon damals sofort verstanden.

Ochs: Ich nicht, ich gebe es zu, aber du bist auch intelligenter als ich. Ich habe es nicht einmal geahnt. Obwohl es wirklich ein wunderschönes Kind war.

Esel: Nun gut, seit damals feiern die Menschen jedes Jahr ein großes Fest zu seinem Geburtstag. Es gibt keinen schöneren Tag für sie. Wenn du sie nur sehen könntest. Es ist eine Zeit allgemeiner Heiterkeit, der Seelenruhe, der Sanftmut, des Friedens, der Familienfreuden, des Sichgernehabens. Selbst Mörder werden zahm wie Lämmer. Weihnacht nennen es die Menschen. Übrigens, mir kommt ein guter Gedanke. Da wir schon davon sprechen, soll ich sie dir zeigen?

Ochs: Wen?

Esel: Die Menschen, die Weihnachten feiern.

Ochs: Wo?

Esel: Unten auf der Erde.

Ochs: Warst du schon einmal dort?

Esel: Jedes Jahr mache ich einen Sprung hinunter. Ich habe einen besonderen Passierschein. Aber ich denke, du wirst auch einen bekommen, denn nach allem könnten wir zwei wohl auch auf etwas Anerkennung Anspruch erheben.

Ochs: Weil wir das Kind damals mit unserem Atem wärmten?

Esel: Komm beeile dich, bald ist Heiliger Abend.

Ochs: Und mein Passierschein?

Esel: Wird sofort erledigt, ich habe einen Vetter im Amt sitzen.

Sprecher: Der Passierschein wurde bewilligt. Sie setzten sich in Bewegung, und unendlich leicht, wie es körperlosen Säugetieren eigen ist, schwebten sie vom Himmel auf die Erde. Bald entdeckten sie ein Licht und hielten darauf zu. Aus einem wurden Tausende, es war eine riesenhaft Stadt.
Und da durchwanderten nun Ochs und Esel, unsichtbar, die Straßen des Zentrums. Da es sich ja um Geister handelte, fuhren Autobusse, Autos und Straßenbahnwagen durch sie durch, ohne Schaden anzurichten, und selbst durch Mauern war es ihnen gegeben zu gehen, als ob sie Luft wären. So vermochte sie alles nach Herzenslust zu betrachten.

Es war wirklich ein eindruckvolles Schauspiel: Tausende von Lichtern in den Schaufenstern, Blumengwinde, Tannengirlande, unzählige Tannenbäume; die vielen Staus der Autos, die sich abmühten, durch enge Straßen zu fahren, und das wirbelige Gewimmel und Hin und Her der Menschen, die sich in den Läden drängten, hinein- und hinausströmten, sich mit Paketen und Päckchen beluden und alle gespannte Gesichter hatten, als würden sie gejagt. Das Eselchen schien bei diesem Anblick wie verzückt, während der Ochse sich voller Entsetzen umsah.

Ochs: Höre, Freund Esel, du hast mir gesagt, dass du mir Weihnachten zeigen wolltest! Du hast dich doch wohl geirrt. Ich sage Dir, hier ist doch Krieg!

Esel: Siehst du denn nicht, wie zufrieden alle sind?

Ochs: Zufrieden? Mir kommen sie wie Wahnsinnige vor. Sieh doch auf ihre besessenen Gesichter, ihre fiebrigen Augen.

Esel: Du bist eben ein Provinzler, mein lieber Ochse, und bist nie aus dem Paradies herausgekommen. Du verstehst die Menschen nicht. Um sich zu unterhalten, um sich zu freuen, um sich glücklich zu fühlen, haben sie es nötig, ihre Nerven zu ruinieren.

Sprecher: Laufburschen auf Fahrrädern, die gefährlich große Paketbündel balancierten, zogen vorbei; Lieferwagen wurden be- und entladen; riesige Mengen von Süßigkeiten und Berge von Blumen lösten sich unter dem Ansturm keuchender Menschen auf; Lampen blitzten und verloschen; seltsame Lieder, die Schreien ähnelten, dröhnten von allen Seiten.

Dank seiner körperlosen Natur flog der Ochse neugierig zu einem Fenster im dritten Stock hinauf. Der Esel folgte gutmütig.
Sie sahen in ein reich möbiliertes Zimmer, wo eine sorgenvolle Dame vor einem Tisch saß. Linker Hand lag ein Haufen von fast einem halben Meter farbiger Karten und rechts von ihr ein Stoß weißer Umschläge. Die Dame, sichtlich bemüht, keine Minute zu verlieren, nahm hastig ein farbiges Kärtchen, betrachtete es einen Augenblick lang, sah in einem dicken Buch nach und schrieb dann etwas auf die Karte und steckte sie in einen Umschlag, Adresse drauf und fertig. Dann nahm sie vom linken Stoß eine neue Karte und wiederholte die ganze Prozedur. Ihre Hände bewegten sich so schnell, dass man ihnen kaum folgen konnte.
Aber der Haufen bunter Karten hatte einen eindrucksvollen Umfang. Wie lange würde sie wohl brauchen, um alles zu erledigen? Man sah es der Unglücklichen an, dass sie fast nicht mehr konnte, und dabei war sie erst am Anfang.

Ochse: Hoffentlich bezahlen sie wenigstens gut für solch eine Schufterei.

Esel: Bist du naiv, lieber Freund! Das ist eine außerordentlich reiche Dame aus der besten Gesellschaft.

Ochs: Und warum arbeitet sie sich fast zu Tode?

Esel: Sie arbeitet sich gar nicht zu Tode, sie antwortet nur auf Weihnachtsgrußkarten.

Ochs: Weihnachtsgrußkarten? Was nützen sie?

Esel: Nichts, absolut nichts. Aber wer weiß warum, die Leute haben jetzt eine Vorliebe dafür.

Sprecher: Sie sahen in ein anderes Zimmer hinein. Auch da saßen Leute mit Schweißperlen auf der Stirn und in Aufregung und schrieben Karten. Überall, wo die beiden Tiere hineinschauten, richteten Männer und Frauen Päckchen, schrieben Adressen, liefen ans Telefon, eilten blitzschnell von einem Zimmer ins andere. Schnüre, Bänder, Kärtchen tragend, während junge Dienstboten, mit von Müdigkeit gezeichneten Gesichtern, weitere Päckchen, weitere Schachteln und neue Stöße von Briefen, Rollen und Geschenkpapierbögen herbeischleppten. Und alles war in Hast, Aufregung , Verwirrung, Mühe und schreckliche Anstrengung.

Überall, wo sie hinkamen, zeigte sich ihnen dasselbe Schauspiel. Kommen und Gehen, Kaufen oder Verpacken, Absenden oder Empfangen, Einwickeln, Auswickeln, Rufen und Antworten. Und alle blickten immer nach der Uhr, alle hasteten, alle keuchten, von Furcht besessen, nicht rechtzeitig fertig zu werden, jemand brach zusammen, schnappte nach Luft unter der immer größerwerdenden Flut von Paketen, Päckchen, Briefen , Karten, Kalendern und Geschenke.

Ochse: Du hast mir doch gesagt, dass es ein Fest der Heiterkeit, des Friedens und der Seelenruhe sei.

Esel: Tja, einmal war es auch so. Aber was soll ich dir sagen, seit einigen Jahren scheinen die Menschen beim Nahen des Weihnachtsfestes wie von einer geheimnisvollen Tarantel gestochen zu sein und verstehen rein gar nichts mehr. Hör ihnen doch zu.

Sprecher: Verwundert hörte der Ochse hin. In den Straßen, den Geschäften, den Büros, den Fabriken sprachen die Menschen schnell miteinander und wechselten, wie Automaten, monotone Redensarten: Fröhliche Weihnachten, Gesegnete Weihnachten – danke auch Ihnen… Es war ein Geflüster, das die ganze Stadt füllte.

Ochse: Glauben sie denn daran, meinen sie es wirklich so? Lieben sie alle ihre Nächsten?

Sprecher: Das Eselchen schwieg dazu….

Ochse: Wollen wir nicht etwas abseits gehen? Der Kopf brummt mir, und ich habe Sehnsucht nach dem, was du Weihnachtsstimmung nennst.

Esel: Im Grunde ich auch.

Sprecher: So schlüpften sie durch die nichtendendenwollenden Autoschlangen, entfernten sich ein wenig vom Zentrum, von den Lichtern, dem Lärm, der Raserei.

Ochse: Du, der mehr davon versteht als ich, sag mir doch, bist du wirklich sicher, dass dort keine Verrückten sind?

Esel: Nein, es ist eben einfach Weihnachten.

Ochse: Dann ist dort eben zuviel Weihnachten. Erinnerst du dich noch damals in Betlehem an den Stall, die Hirten und das schöne Kind? Auch dort war es kalt, aber welche Frieden, welche Zufriedenheit. Wie anders war es damals
.
Esel: Ja, und die fernen Klänge der Hirtenflöten, die man nur ganz leise hörte.

Ochs: Und das sanfte Flügelschlagen auf dem Dach. Was für Vögel das wohl waren?

Esel: Vögel? Aber nein doch, Engel waren es.

Ochs. Und die drei reichen Herren, die Geschenke brachten, entsinnst du dich noch ihrer?

Esel: Wie wohlerzogen sie waren, wie leise sie zusammen sprachen, welch vornehmen Leute. Könntest du dir sie heute in diesem Rummel vorstellen?

Ochs: Und der Stern? Denkst du noch an den hellen Stern, der damals gerade über der Hütte stand? Ob es ihn wohl noch gibt, Sterne haben doch meist ein langes Leben.

Esel: Ich fürchte nein, es sieht heute so wenig nach Sternen aus.

Sprecher: Sie hoben ihre Köpfe, und wirklich, man sah nichts. Über der Stadt lag eine riesige Decke dichten Nebels.

 

Ein Weihnachtslied von Erich Kästner
1. Morgen Kinder, wird ´s nichts geben, nur wer hat, kriegt noch geschenkt. Mutter schenkte euch das Leben: das genügt, wenn man´s bedenkt. Einmal kommt auch eure Zeit, morgen ist´s noch nicht so weit.

2. Doch ihr dürft nicht traurig werden, Reiche haben Armut gern. Gänsebraten macht Beschwerden, Puppen sind nicht mehr modern. Morgen kommt der Weihnachtsmann, allerdings nur nebenan.

3. Lauft ein bißchen durch die Straßen, dort gibt´s Weihnachtsfest genug. Christentum vom Turm geblasen, macht die kleinsten Kinder klug. Kopf gut schütteln vor Gebrauch, ohne Christbaum geht es auch.

4. Tannengrün mit Osrambirnen – lernt drauf pfeifen! Werdet stolz! Reißt die Bretter von den Stirnen, denn im Ofen fehlt´s an Holz. Stille Nacht und Heil´ge Nacht, weint wenn´s geht, nicht; sondern lacht.

5. Morgen, Kinder wird´s nicht´s geben, wer nichts kriegt, der kriegt Geduld. Morgen, Kinder lernt für´s Leben, Gott ist nicht allein dran schuld. Gottes Güte reicht so weit…..ach du liebe Weihnachtszeit.

 

20. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Jugendgruppe Heid
"Eine Kerze erzählt"

 



19. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Kommunionkinder von Heid
"Die vier Kerzen"


Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Auch ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum und die Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb habensollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Dann kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und es fing an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab‘ keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.“ Mit einem Streichholz nahm das Kind ein Licht von der Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an.




18. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster des Kindergarten in Gerlingen
"Wir haben einen leuchtenden Stern gesehen"

Guter Gott,
am Abend dieses Tages versammeln wir uns, um zu beten, zu singen und auf das Wort Gottes zu hören.
Gemeinsam machen wir uns im Advent auf den Weg nach Weihnachten hin. Wir bereiten uns auf das Fest der Geburt deines Sohnes vor.
Stärke und begleite uns auf diesem Weg.
Amen.

Lied:
1. Macht euch bereit, macht euch bereit,
jetzt kommt die Zeit, auf die ihr euch freut.
Bald schon ist Weihnacht, fröhliche Weihnacht,
macht euch bereit, macht euch bereit.

2. Ob jung oder alt, groß oder klein,
stimmt doch mit ein, stimmt doch mit ein.
Bald schon ist Weihnacht, fröhliche Weihnacht,
stimmt doch mit ein, stimmt doch mit ein.

3. Tannen aus dem Winterwald schmücken unsre Zimmer bald,
bringen den Kerzenschein zu uns herein.

4. Macht euch bereit, macht euch bereit,
jetzt kommt die Zeit, auf die ihr euch freut.
Bald schon ist Weihnacht, fröhliche Weihnacht,
macht euch bereit, macht euch bereit.


STERNENGESPRÄCH (Kind = Anni und Julia)
Kind: Heller Stern, wo ziehst du hin?

Stern: Ich zieh’ weit fort, nach Betlehem.

Kind: Betlehem, so heißt der Ort. Sage mir, was willst du dort?

Stern: Ich zeige in der dunklen Nacht, was Gott den Menschen zugedacht.

Kind: Heller Stern, was redest du, was spricht Gott den Menschen zu?

Stern: Frieden überall auf Erden, soll es nun an Weihnacht’ werden. Durch ein kleines Kind im Stall gibt es
Hoffnung, überall. Hör’, die Engel künden schon: „Freut euch auf den Gottessohn!“

Lied:
1. Heute leuchten alle Sterne, und es geht ein heller Schein aus der weiten Himmelsferne in die dunkle Welt hinein. Leuchtet hell, leuchtet hell in die dunkle Welt hinein. (2x)

2. Heute leuchten alle Sterne. Auch der Mond ist aufgewacht.
Und der schönste aller Sterne leuchtet mitten durch die Nacht.
Leuchtet hell, leuchtet hell, leuchtet mitten durch die Nacht. (2x)

FÜRBITTEN
Viele Menschen brauchen einen Stern, der ihr Leben hell macht. An sie wollen wir denken:

1. Johann, Milo, Bela:
Viele Menschen sind traurig. Wir wünschen ihnen Freude.
Alle: Wir wünschen ihnen Freude.

2. Fabienne, Tamina, Rosalie:
Viele Menschen sind mutlos. Wir wünschen ihnen Begeisterung.
Alle: Wir wünschen ihnen Begeisterung.

3. Mattis, Chris, Marlene
Viele Menschen haben sich gestritten. Wir wünschen ihnen Frieden.
Alle: Wir wünschen ihnen Frieden.

4. Pia, Marie
Viele Menschen sind allein. Wir wünschen ihnen Freunde.
Alle: Wir wünschen ihnen Freunde.

Guter Gott, du schenkst der Welt das Licht durch Jesus Christus,
unseren Herrn. Amen.

Abschlussgebet
Guter Gott,
in Jesus haben wir einen leuchtenden Stern gefunden.
Du lässt den hellen Stern,
dein gutes Licht, über uns aufgehen.
Du möchtest, dass wir gut zueinander sind
und dass die Menschen in Frieden miteinander leben.
Hilf uns, dass wir das auch versuchen:
In unseren Familien, im Kindergarten, in der Schule bei der Arbeit und in
der Freizeit.
Amen.

Lied:
1. Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg,
führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht,
leuchte du uns voran, bis wir dort sind.
Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind!

2. Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn
und lässt uns alle das Wunder hier sehn,
das da geschehen, was niemand gedacht,
Stern über Bethlehem in dieser Nacht.





17. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Familie Bredebach
"Luzia - Kinderfenster"

Bevor wir das Fenster öffnen, möchte ich euch fragen, wie ihr euch hier im Dunklen fühlt.
Ein bisschen Vorfreude, ein bisschen Spannung? Aber vielleicht auch ein bisschen unheimlich? Wenn jetzt nicht so viele Leute hier wären…

Und wie findet ihr Licht im Dunkeln?
Schön, warm, gemütlich.

Auch Gott bringt uns Licht ins Dunkle und zeigt uns den Weg.

Aber Gott macht das nicht allein. Es gibt Lichtbringer, die im Namen Gottes Gutes tun und anderen Menschen helfen, eine Freude machen, Teilen, Licht in die Welt dieser Menschen bringen.

Kennt ihr so einen Lichtbringer, einen Heiligen Gottes?
An welche Heiligen haben wir uns in den letzten Wochen oder im letzten Monat erinnert?
Mir fallen mind. 2 ein, die ihr bestimmt gut kennt, die vielen Menschen geholfen haben und geteilt haben.

Der heilige Martin
Der heilige Nikolaus

Die beiden kennt ihr gut. Heute wollen wir die Geschichte von der heiligen Luzia hören.

(Licht an)

Das ist die hl. Luzia.

Lied: Im Advent, im Advent

Kennt einer von euch die hl. Luzia?

Ich möchte euch erzählen, wer Luzia war:

Luzia lebte um 300 nach Christus und war schon Christin, also eine Freundin von Jesus.
Damals wurden die Freunde von Jesus verfolgt, d. h., dass der Kaiser nicht wollte, dass man an Gott, an Jesus, glaubt.
Deshalb versteckten sie sich oder verheimlichten Ihren Glauben.

Sie trafen sich in den dunklen Gängen, die unter der Stadt lagen, und beteten zu Gott.
Die hl. Luzia brachte dort ihren Freunden, die sich versteckten, heimlich Lebensmittel.
Sie setzte sich dabei einen Lichterkranz mit Kerzen auf ihren Kopf, damit sie in der Dunkelheit den Weg fand und die Hände frei hatte um das Essen tragen und verteilen zu können.
Sie bringt Nahrung und Licht.
Durch ihr Leben ist sie, wie Martin und Nikolaus, Vorbild der Gottes- und Nächstenliebe geworden.
Sie will den Sieg des Lichtes über die Finsternis verkünden

Lied: Tragt in die Welt nun ein Licht

Licht des Vertrauens!
Es brennt so hell, weil es schön ist, wenn man sich vertrauen kann; wenn Kinder ihren Eltern und die Eltern den Kindern vertrauen.
Sie haben Vertrauen, weil sie sich lieb haben und ehrlich zueinander sind.

Licht des Friedens!
Es brennt so hell, weil Frieden unter den Menschen sein soll.
Wie schön ist der Frieden, hier bei uns in den Familien, in der Stadt, im Land.
Frieden ist nicht selbstverständlich. Wir müssen vergeben und aufeinander zugehen um Frieden zu erhalten.

Licht der Freude!
Es brennt so hell, weil bei uns Kinder lachen, spielen und singen können; weil wir uns zusammen freuen können und Spaß haben.
Lasst uns Freude verbreiten, indem wir zusammen lachen und nicht auslachen.

Licht der Gerechtigkeit!
Es brennt umso heller, wenn wir gerecht und brüderlich miteinander umgehen. Niemand sollte ausgegrenzt oder ausgenutzt werden.

Licht der Hoffnung!
Es brennt ein Licht als Zeichen der Hoffnung in dunklen Stunden, die vielleicht auch wir als Familie oder einzeln immer wieder erleben. Das Licht der Hoffnung bleibt, auch wenn die Lichter Vertrauen, Frieden, Freude oder Gerechtigkeit erloschen sind, damit wir sie wieder entzünden können.

Gebet:
Lieber Gott, lass uns wie Luzia Lichtbringer für andere Menschen sein. Lass uns helfen, dass die Lichter heller leuchten.

Hilf uns, dass unsere Lichter nicht kleiner werden oder erlöschen.
Dass wir unsere Liebe und Vertrauen zueinander nicht verlieren.
Dass wir weiter in Frieden leben können.
Dass wir unsere Freude erhalten und andere damit anstecken.
Dass wir unseren Sinn für Gerechtigkeit erhalten und anderen Menschen ohne Vorurteile begegnen.
Dass unsere Hoffnung bleibt und jedes andere Licht wieder entzünden kann.

Denn Du hast mit Jesus das Licht in die Welt gebracht.
Danke lieber Gott.

Lied: Dicke rote Kerze
Wir danken Euch für Euer Kommen und Mitmachen/Mitsingen. Wir landen euch herzlich zu Glühwein/Kinderpunsch und Keksen ein.




16. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Kommunionkinder von Elben
"kleine weiße Kerze"

Adventsfenster Nr. 16 am Elber Pfarrheim: Die kleine weiße Kerze
Am Sonntag, 16.12.2018 kamen zahlreiche Kinder und Erwachsene auf die Einladung der 5 Elber Kommunionkinder und deren Eltern zum Adventsfenster ans Pfarrheim. Pünktlich um 18.00 Uhr wurde das Geheimnis gelüftet, was sich wohl hinter dem 16. Fenster verbergen würde. Es waren viele bunte Kerzen, die eine weiße Kerze in der Mitte umrahmten. Von dieser handelte auch die Erzählung, die von den Kommunionkindern gemeinsam vorgetragen wurde. Nach einigen auf dem Keyboard begleiteten Adventsliedern und den Fürbitten galt es noch, sich nach der feuchten und kühlen Witterung im gemütlich dekorierten Elber Pfarrheim aufzuwärmen und den 3. Adventssonntag gemeinsam ausklingen zu lassen.
17/12/18 MN

Die kleine weiße Kerze
von Anneliese Kranzberger

In der Adventszeit ist in der Kerzenabteilung viel Betrieb. Man braucht Kerzen für den Adventskranz, für die Adventsgestecke, für die Weihnachtsbäume. Es gibt aber auch viele Kerzen: Runde, dicke, dünne, schmale, dreieckige, viereckige, krumme und gerade. Bunte, karierte, gestreifte, mit Bild und ohne Bild. Duftkerzen, Bienenwachskerzen und Wasserkerzen. Alle stehen sie in ihren Regalen und warten darauf, dass sie gekauft werden. Eines Tages aber passierte in einem großen Kaufhaus in der Kerzenabteilung etwas Sonderbares.
Eine Verkäuferin kam mit ein paar großen vollgepackten Schachteln und füllte die Regale mit neuen Kerzen auf. Es waren alles schöne Kerzen, nur eine Kerze war für ihre Begriffe nichts Besonderes. Es war eine weiße fingerdicke und essgabellange Kerze mit einem kleinen gelben Bethlehemsstern darauf. Sie räumte den Müll beiseite und würdigte die kleine weiße Kerze keines Blickes mehr. Die kleine weiße Kerze war mit ihrem neuen Zuhause gar nicht zufrieden. Denn sie spürte die abweisenden Blicke und vernahm das Tuscheln der anderen Kerzen hinter ihrem Rücken. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, und sie wurde von der Kerze an ihrer rechten Seite angestoßen. „He du da! Meinst du nicht, dass du auf dem falschen Platz stehst?“ Bevor sie antworten konnte, wurde sie auch von der Kerze an ihrer linken Seite angerempelt.
„Mach dich nicht so breit! Das ist unser Platz!“ Die kleine weiße Kerze bekam Angst, denn plötzlich rückten alle schönen Kerzen an sie heran. Und weil sie große Bange hatte und nicht mehr wusste wohin, kippte sie nach vorne über und plumpste auf den Boden. Die anderen Kerzen lachten spöttisch hinterher. Die kleine weiße Kerze dachte: „Nichts wie weg!“, und rollte zur Eingangstür hinaus, entlang am Straßenrand. Sie wäre noch lange so weiter gerollt und bestimmt im nächsten Straßengulli gelandet, hätte sie nicht ein kleines Mädchen gesehen und aufgefangen. „Was machst du schon wieder?“, rief die Mutter der trödelnden Tochter zu. „Ich komm ja schon!“, antwortete das Mädchen und steckte die kleine weiße Kerze mit dem Bethlehemsstern darauf in ihre Jackentasche. Aber dort gefiel es der kleinen weißen Kerze ganz und gar nicht. Und sie hätte sich gleich aus den Staub gemacht, würde das Mädchen mit ihren Fingern sie nicht immer in der Jackentasche hin- und her schubsen.
Doch dann holte sie die Kerze aus ihrer Tasche hervor und betrachtete ihr Fundstück genauer. Da sie aber nichts Schönes an der Kerze fand, warf sie sie einfach im hohen Bogen auf die gegenüberliegende festgefrorene Rasenfläche.
„Nun ja!“, seufzte die kleine weiße Kerze. „Dann such ich mir eben selber einen Platz, wo man mich als Kerzenlicht nötig hat!“ Aber dazu kam es nicht. Denn plötzlich spürte sie, wie sie von allen Seiten beschnuppert wurde. Dann stieß sie jemand leicht an und dann immer heftiger, so dass sie mit Schwung einen Hügel hinunterrollte. Als sie zum Liegen kam, griff wieder jemand mit großen Pfoten nach ihr und tollte mit ihr auf der Wiese herum. Plötzlich hörte man einen Ruf, und der Hund hob seinen Kopf und spitzte seine Ohren. „Aika, komm her!“ So schnell wie er gekommen war, war er wieder verschwunden. Die kleine weiße Kerze war froh darüber. Aber wohin jetzt? Sie ahnte nicht, dass sie auf dem Vorplatz zu einer großen Kirche gelandet war. Gerade ging die mächtige Portaltür auf. Ins Freie trat eine ältere mollige Frau, die beinahe auf die Kerze getreten wäre, hätte sie sie nicht im letzten Moment gesehen. Sie steckte sie in ihre Schürzentasche. Die Frau war damit beschäftigt die Kirche festlich für den ´Heiligen Abend` zu schmücken. Erst gegen Abend, als sie auf den großen Christbaum hinter der Weihnachtskrippe rote Kerzen anbrachte, fiel ihr wieder die gefundene Kerze ein. Denn in der Mitte des Baumes fehlte noch etwas. Und da passte sehr gut die kleine weiße Kerze mit dem Bethlehemstern. Die kleine weiße Kerze fühlte sich zum ersten Mal am richtigen Ort und an der richtigen Stelle. Zusammen mit den anderen Kerzen konnte sie nun strahlen, wie einst der Stern über dem Stall von Bethlehem.




15. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Kommunionkinder von Hillmicke
"Zünd an ein Licht"

Wir, die Kommunionkinder von Hillmicke öffnen heute das 15. Fenster des lebenden Adventskalenders.
Wir warten auf Weihnachten, die Ankunft deines Sohnes Jesus. Er ist das Licht der Welt.
Jesus hat uns aufgetragen, dass auch wir Licht für andere sein sollen.

Ich zünde ein Licht an für die Gerechtigkeit
Ich zünde ein Licht an gegen Gleichgültigkeit.
Ich zünde ein Licht an für alle Menschen, die sich einsam fühlen. Schenke ihnen aufmerksame Menschen mit offenen Ohren.
Ich zünde ein Licht an für alle Menschen, die in Hass und Streit miteinander leben. Schenke ihnen Frieden.
Ich zünde ein Licht an für die Kranken. Schenke ihnen Mut und Kraft.
Ich zünde ein Licht an für die Armen auf dieser Welt.
Ich zünde ein Licht an für all die Menschen, die nicht bei uns sein können. Schenke ihnen das ewige Licht in deinem Reich.
Ich zünde ein Licht an für all die Vermissten. Schenke den Angehörigen Trost und Hoffnung.
Ich zünde ein Licht an für unsere Eltern. Danke, dass ihr immer ein offenes Ohr für uns habt und uns helft, wenn wir nicht weiter wissen.
Ich zünde ein Licht an für unsere Geschwister. Schön, dass wir euch haben.
Ich zünde ein Licht an für unsere Großeltern. Es ist schön, dass ihr immer für uns da seid.
Ich zünde ein Licht an für all die Menschen, die traurig sind. Schenke ihnen Freude.
Ich zünde ein Licht an für all die Menschen, die unglücklich sind und nicht wissen, wie es weiter geht. Schenke ihnen Menschen, die ihnen helfen, neue Wege zu finden.
Ich zünde ein Licht an für all die Menschen, die in Not geraten sind.
Ich zünde ein Licht an für uns Kommunionkinder. Es soll uns auf all unseren wegen beschützen und begleiten.


Für jeden ein Licht
Es war einmal ein Bürgermeister, der hatte von vielen bunten Kerzen geträumt Für jeden Bürger seiner Stadt eine, so hatte es ihm ein kleiner Engel im Traum zugeflüstert. Ein bisschen heller und fröhlicher sollte Weihnachten für alle werden. Lange hatte der Bürgermeister über diesen Traum nachgedacht. „Ich wünsche mir eine helle Weihnachtsstadt“, hatte er schließlich gesagt und bunte Kerzen besorgt. Die ließ er mit einem Brief vor dem Fest von Haus zu Haus verteilen. Die Menschen staunten und freuten sich. Weihnachtsgrüße vom Bürgermeister gab es nicht alle Tage. Und noch nie hatte es eine Kerze für jeden Bewohner gegeben. Was für eine wundervolle Idee das war! Selbst jene Leute, die eigentlich das Klagen und schimpfen liebten, waren still geworden. Wie es sich der Bürgermeister in seinem Weihnachtsbrief gewünscht hatte, stellten sie zum Fest ihre Kerzen ins Fenster und entzündeten ihr Licht. Schön sah das aus, schön und sehr feierlich. Das Städtchen ruhte still im festlichen Licht. Und ein bisschen kehrte die Freude in die Häuser und noch mehr in die Herzen der Menschen ein, die Freude auf das Fest, auf die Geburt des Jesuskindes und auf das Leben. Der kleine Engel, der den Traum zu dem Bürgermeister gebracht hatte, lächelte.
Elke Bräunling



14. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Paramentengruppe der kfd Wenden/Möllmicke
"Ein besonderer Adventskalender"

Ein besonderer Adventskalender
(Eva Mutscher)

Ich glaub, dass ihr sie alle kennt,
die Tradition, jetzt im Advent.
Wer schaut nicht jedes Jahr gespannt -
hängt ein Kalender an der Wand?
Als Kind konnt‘ ich es kaum erwarten,
das Türchenöffnen schnell zu starten.
Und jeden Morgen war’s so schön,
ein neues Bildchen anzusehn.
Doch eines Tages, irgendwann,
verlor ich meine Spaß daran.
Ja, der Kalender, schick und fein -
der durfte gern noch dicker sein.

Ans nächste Jahr denk‘ ich recht gerne,
da fand ich Schokoladensterne .
Die Leckerei genoss‘ ich sehr,
ich dachte an nichts anderes mehr.
Doch schließlich wurde es zu fade -
nur immer wieder Schokolade.
Und ein Kalender, noch so fein,
kann immerhin noch größer sein.

Runde Bonbons in Goldpapier,
ja, ganz genau die wünschte ich mir.
Auch Nüsse, Marzipan, so süß,
das war das reinste Paradies.
Doch wie im Flug verging die Zeit -
ein neuer Wunsch machte sich breit,
War der Kalender auch recht fein,
was drin steckt sollte spannend sein.

Und ein Jahr drauf, da wünschte ich mir
ein Spielzeug hinter jeder Tür.
Und der Kalender breit und schwer,
machte tatsächlich etwas her.
Doch war das alles, wollt’ mir scheinen,
inzwischen nur was für die Kleinen.
Ach, der Kalender war ganz fein,
doch der nächste musste anders sein.

Mit kleinen Proben für Haut und Haare
vergingen nun die folgenden Jahre.
Zarter Duft kam mir entgegen,
Creme und Öl, um mich zu pflegen.
Auch dieser Spaß verblasste dann,
was völlig Neues war jetzt dran.
So ein Kalender hübsch und fein,
darf ruhig einmal praktisch sein.

Dann Teebeutel im Jahr darauf,
gern machte ich die Türchen auf.
Gewürz im folgenden Advent,
auch Fitnesstipps, der neuste Trend.
Und später dann, ach, war das schön:
gar 24 Backideen.
Doch fragte ich mich dann und wann;
Hält denn das Glück nicht länger an?
Ist ein Kalender wirklich fein,
dann kann er auch mal wertvoll sein.

Dann hing er vor mir, teuer und klein,
hinter jedem Türchen ein Edelstein.
Das war nun wirklich etwas wert.
Ich fühlte mich auch recht geehrt.
Doch wurde ich daraus auch nicht klug:
es war mir längst noch nicht genug.
Was bisher wirklich alles fein,
nun sollte es besonders sein.

Und dieses Jahr – wenn ich dran denk…
kam das besondere Geschenk.
Am 1. Dezember, an der Wand –
zwei Dutzend Täschchen an einem Band,
die waren gar nicht mal so klein,
da ging bestimm ‚ne Menge rein.
Wollt ihr nun wissen, was geschah?
Ich konn‘ kaum glauben, was ich sah.
Das Herz, es wurde mir ganz schwer,
die Taschen waren alle leer.
Nur einen Zettel fand ich dort,
ich buchstabierte jedes Wort:
„Für dich soll’s nun besonders sein.
Füll du die Täschchen ganz allein.
Nimm dazu einen guten Rat:
pro Tasche eine gute Tat.
Denk nach, was einen andern freut,
bis Weihnachten – und nicht nur heut!
Und warte ab, was dann geschieht,
ob Freude in dein Herz einzieht“

Ganz nachdenklich frag ich mich nun:
Die Freude kommt beim eignen Tun?
Ich weiß nicht, wird das funktionieren?
Mal seh’n, ich kann’s ja ausprobieren.
Vielleicht erzähl ich wie es war –
euch irgendwann im nächsten Jahr.

 



13. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Spielmannszug im St. Josefsheim
"Himmlische Töne"
Zwischen zwei kurzen Texten und der nachstehenden Geschichte brachte der Spielmannszug immer wunderbare Advents- und Weihnachtslieder zu gehör.

Das Hirtenlied
Es war einmal ein alter Hirte, der die Nacht liebte und um den Lauf der Gestirne wusste. Auf seinen Stock gestützt, den Blick zu den Sternen erhoben, stand der Hirte auf dem Felde. „ER wird kommen!", sagte er. „Wann wir Er kommen?", fragte der Enkel.
„Bald!"
Die anderen lachten. „Bald!", höhnten sie. „Das sagst du nun seit Jahren!".

Der Alte kümmerte sich nicht um ihren Spott. Nur der Zweifel, der in den Augen des Engels aufflackerte, betrübte ihn. Wer sollte, wenn er starb, die Weissagungen der Propheten weitertragen? Wenn ER doch bald käme! Sein Herz war voller Erwartung.

„Wird ER eine goldene Krone tragen?" unterbrach der Engel seine Gedanken. „Ja!" „Und ein silbernes Schwert?" „Ja!" „Und einen purpurnen Mantel?" „Ja, ja!" Der Enkel war zufrieden.

Der Junge saß auf einem Stein und spielte auf seiner Flöte. Der Alte lauschte. Der Junge spielte von mal zu mal schöner, reiner. Er übte am Morgen und am Abend, Tag für Tag. Er wollte bereit sein, wenn der König kam. Keiner spielte so wie er.

„Würdest du auch für einen König ohne Krone, ohne Schwert, ohne Purpurmantel spielen?", fragte der Alte. „Nein!", sagte der Enkel. Wie sollte ein König ohne Krone, ohne Schwert und ohne Purpurmantel ihn für sein Lied beschenken? Mit Gold und Silber! Er würde ihn reich machen und die anderen würden staunen, ihn beneiden.

Der alte Hirte war traurig. Ach, warum versprach er dem Enkel, was er selbst nicht glaubte! Wie würde ER kommen? Auf Wolken aus dem Himmel? Aus der Ewigkeit? Als Kind? Arm oder reich? Bestimmt ohne Krone, ohne Schwert, ohne Purpurmantel — und doch mächtiger als alle anderen Könige. Wie sollte er das dem Enkel begreiflich machen?

Eines Tages standen die Zeichen am Himmel, nach denen der Großvater Ausschau gehalten hatte. Die Sterne leuchteten heller als sonst. Über der Stadt Betlehem stand ein großer Stern. Und dann erschienen die Engel und sagten: „Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Heiland geboren!" Der Junge lief voraus, dem Licht entgegen. Unter dem Fell auf seiner Brust spürte er die Flöte. Er lief, so schnell er konnte.

Da stand er als Erster und starrte auf das Kind. Es lag in Windeln gewickelt in einer Krippe. Ein Mann und eine Frau betrachteten es froh. Die anderen Hirten, die ihn eingeholt hatten, fielen vor dem Kind auf die Knie. De Großvater betete es an. War es nun der König, den er ihm versprochen hatte?

Nein, das musste ein Irrtum sein. Nie würde er hier sein Lied spielen. Er drehte sich um, von Trotz erfüllt. Er trat in die Nacht hinaus. Er sah weder den offenen Himmel noch die Engel, die über dem Stall schwebten. Aber dann hörte er das Kind weinen. Er wollte es nicht hören. Er hielt sich die Ohren zu, lief weiter. Doch das Weinen verfolgte ihn, ging ihm zu Herzen, zog ihn zurück zur Krippe.

Da stand er zum zweiten Mal. Er sah, wie Maria und Joseph und auch die Hirten erschrocken das weinende Kind zu trösten versuchten. Vergeblich! Was fehlte nur? Da konnte er nicht anders. Er zog die Flöte aus dem Fell und spielte sein Lied. Das Kind wurde still. Der letzte leise Schluchzer in seiner Kehle verstummte. Es schaute den Jungen an und lächelte. Da wurde er froh und spürte, wie das Lächeln reicher machte als Gold und Silber.
(Max Bouinger)

Im Saal stand auch die "Wanderkrippe", die im Advent immer von Zimmer zu Zimmer der Bewohner geht.



12. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Familienzentrum Kleine Strolche in Altenhof
"Geschichte vom kleinen Stern" - Hier liegt leider kein Bild oder Text vor.

11. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Familienzentrum Arche Noah in Hünsborn
"Himmlische Weihnachtsbotschaft" - Hier liegt leider kein Bild oder Text vor.

10. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Kommunionkinder von Gerlingen

"Auf dem Weg zum Licht"

 



9. Dezember 2018 -Adventskalenderfenster bei Familie Schulte

"In der Weihnachtsbäckerei"



Hoch oben im Norden, hinter verschneiten Bergen und Hügeln steht ein schönes Haus. Vor dem Haus stehen viele kleine Rehe die durch das beschnuppern des Schnees eine ganz weiße Nase bekommen haben. Aber wer wohnt wohl in dem Häuschen? Wenn man näher heran geht, kann man jemanden singen hören.

Fröhliche Weihnachtslieder klingen aus dem Häuschen heraus. Da wohnt der Nikolaus zusammen mit sehr lieben und fleißigen Engeln die sich schon auf ein schönes Weihnachtsfest freuen.

Plötzlich klingelt bei dem Nikolaus das Telefon. Die Engel und der Nikolaus schauen sich gegenseitig an. Wer kann das sein? Der Nikolaus geht an das Telefon. Es ist das Christkind und es ist sehr aufgebracht und voller Sorge.

„Lieber Nikolas", spricht es. „Ich brauche dringend Eure Hilfe! Alle Kinder auf der Welt waren dieses Jahr sehr lieb und somit bekommt jedes Kind ein Geschenk und Plätzchen von mir zu Weihnachten geschenkt. Ich weiß nicht wie ich das alles schaffen soll. Alle Geschenke müssen noch eingepackt werden und die Plätzchen müssen auch noch gebacken werden. Lieber Nikolaus und liebe Engel — könnt Ihr mir dabei helfen"?

Der Nikolaus und die Engel gucken sich gegenseitig an und nicken sofort mit ihren Köpfen. „Ja, liebes Christkind. Natürlich werden wir zu Dir kommen und beim einpacken der Geschenke und auch beim Plätzchen backen helfen". Das Christkind freute sich sehr über die Hilfe.

Am nächsten Morgen stehen der Nikolaus und die Engel sehr früh auf und stampfen durch den hohen Schnee in Richtung Himmelspforte. Durch eine riesige, goldfunkelnde Türe treten der Nikolaus und die Engel hindurch und gelangen so in das Haus des Christkindes, was oben im Himmel wohnt.

„Schön dass Ihr hier seid", freut sich das Christkind. „Ihr könnt gleich mit dem Plätzchen backen anfangen". Die Engel leten sich ihre Schürze um und singen dabei fröhliche Weihnachtslieder. Natürlich nascten die Engel auch mal zwischendurch ein paar Plätzchen. Die schmecken sehr lecker.

Bald sind sie mit dem backen fertig und auch alle Geschenke für die Kinder sind eingepackt.

„Vielen Dank für Eure tolle hilfe", bedankt sich das Christkind bei den fleißigen Engeln und dem Nikolaus. „Ohne Euch hätte ich das alles nicht geschafft". „Gern geschehen, liebes Christkind" und ihre Freunde verabschieden sich.

Nun ruhte sich das Christkind noch ein weinig aus, setzte sich in einen Sessel und trank eine Tasse Tee. Bald fliegt es runter auf die Erde, zu den lieben Kindern und legt Geschenke und Plätzchen unter den Christbaum.



8. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster beim Weihnachtsmarkt in Möllmicke
"Ein Lied geht um die Welt"

Wie kommt, dass alle in der Stadt am Abend das gleiche Weihnachtslied singen

„Leise rieselt der Schnee…“, dudelt es im Supermarkt, als Frau Fröhlich ihre Frühstücksbrötchen kauft.
Weil Frau Fröhlich an diesem Morgen so gut gelaunt ist, singt sie auf dem Heimweg „Leise rieselt der Schnee…“ vor sich hin.
Die Leute auf der Straße blicken sie griesgrämig und morgenmuffig an. „So ein Blödsinn am frühen Morgen!“, brummt Herr Sauerbart und eilt weiter.
Das Lied aber macht einen Hüpfer aus Frau Fröhlichs Kehle und landet auf der Brummelzunge von Herrn Sauerbart.
„Leise rieselt der Schnee…“ singt es dort fröhlich weiter.
Herr Sauerbart schüttelt verwundert den Kopf, aber er kann nicht anders als weiter singen.
„Sie träumen wohl?“, murrt Fräulein Dürr. „Wer singt heutzutage noch Weihnachtslieder?“
Die anderen Leute auf der Rolltreppe, Frau Dorsch, Herr Werner, Oma Baumann, Nora und Daniel, nicken.
Ja, wer singt heute noch Weihnachtslieder – noch dazu mitten am helllichten Tage?
„Es schneit ja nicht mal“, kichert Nora.

Herr Sauerbart ist beleidigt. Eilig geht er seines Weges.
Fräulein Dürr, Frau Dorsch, Herr Werner, Oma Baumann, Nora und Daniel sehen ihm erstaunt nach. Das Lied aber kichert leise vor sich hin und schickt jedem seinen kleinen morgendlichen Weihnachtsgruß hinterher.
Wie? Ganz einfach:
„Leise rieselt der Schnee…“ trällert Oma Baumann, als sie wenig später das Wartezimmer von Doktor Klug betritt. Die Leute im Wartezimmer lachen, doch als sie die Praxis wieder verlassen, können sie nicht anders als auch „Leise rieselt der Schnee…“ vor sich hin zu singen.
Ähnlich ergeht es auch Frau Dorsch im Bus, Fräulein Dürr im Büro und Herrn Werner in der Fabrik, und jeder, der ihnen begegnet, stimmt mit ein.

Singend kommt auch Daniel in der Schule an. „Hihi“, spotten seine Klassenkameraden. „Daniel singt ein Weihnachtslied!“ Sie lachen und johlen und fangen an „Leise rieselt der Schnee…“ zu singen.
Auch Nora singt im Kindergarten das Lied. „Schön“, sagen die anderen Kinder. „Und sie üben den ganzen Vormittag das Lied.“

Als Frau Fröhlich später durch die Stadt schlendert, hört sie überall das „Leise rieselt der Schnee…“, das ihr am Morgen von der Zunge gehüpft ist. Es tönt aus allen Ecken, in Geschäften und Häusern, in den Straßen und im Bus, und bis zum Abend hat fast jeder in der Stadt das Lied ein paar Mal gesungen.

Ja, und jeder hat immer wieder – heimlich und verstohlen – am Himmel nach Schneewolken Ausschau gehalten. Wie schön wäre es, wenn er käme, der Schnee, jetzt in der Weihnachtszeit. Still und leise, so wie das Lied in die Kehlen der Menschen gekommen ist.
© Elke Bräunling




7. Dezember 2018 -Adventskalenderfenster beim Eine-Welt-Kreis Wenden
"Drachen im Dezember"

Drachen im Dezember
Hinter den Weiden liegt abseits ein Hof, der Articus-Hof mit großer Hektarfläche. In der Vorweihnachtszeit steigt dort Jahr um Jahr ein Drachen auf. Er ackert sich in den Himmel hinein, zieht Kreise und Klettert den Schneewolken entgegen. „Mitten im Winter, verrückte Bauern hier im Norden“, war meine Reaktion, als ich ihn hoch am Himmel sah. Jahre später, wieder Dezember und wieder steigt ein Drachen. Durch Zufall nur kurz gesehen, dann schon im Nebel verschwunden. Ich komme an dem Hof vorbei, die ganze Familie steht draußen und dazu etliche Leute in Mänteln mit wehenden Schals. Ein Korb mit Gebäck geht herum, eine Flasche kreist, für Momente geben jagende Nebelschwaden den roten Himmelsstürmer frei und zu sehen, wie ein Draht steht sie fest nach oben gerichtet. Dann passiert etwas, und ich kann es nicht nachvollziehen. Ein Mann bekommt ein Messer gereicht, er zerschneidet die Schnur und keiner versucht es zu verhi8ndern. Mit einem lauten Knall ist die Leine getrennt und der Drachen zieht mit einem Ruck himmelwärts. Das Lachen der Gruppe und mein fragendes Gesicht bleiben zurück. Der Mann klärt mich auf: „Solange wir uns erinnern können, treffen wir uns hier in der Vorweihnachtszeit, danken Gott für Ernte, Gesundheit und Frieden. Während der Drachen steigt, schweigen wir und jeder lässt mit ein paar Metern Schnur seine Sorgen, Verluste, Ängste oder auch nur bösen Träume ziehen. Wenn jeder von uns die Schnur in den Händen hatte, dann wird der Drachen gekappt – und der Wind trägt ihn fort. Dann kann für uns die Weihnachtszeit beginnen.“
Peter Fitzner



6. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster KoT - hier liegt uns leider kein Bild oder Text vor

5. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster bei der Lebenshilfe Wohnen

Der kleine Stern stand am Himmel zwischen den Milliarden anderer Sterne. Er war ein kleiner, weißer Punkt, unendlich weit entfernt. Keiner bemerkte ihn. Eben das war sein Kummer. Er war kein Morgen- oder Abendstern.
Als er sah, wie hell der Stern über dem Stall von Bethlehem leuchtete, dachte er: "Einmal möchte ich so leuchten! Einmal über dem Stall stehen, in dem das Kind geboren ist!" Aber die Erde war weit entfernt.

Doch das Kind in der Krippe hörte seinen Wunsch. Und das Kind sah den kleinen Stern, mitten zwischen den vielen anderen Sternen. Und dann geschah es: Der kleine weiße Punkt löste sich langsam aus der großen Milchstraße und fiel und fiel - immer tiefer. Und während er so fiel, wurde er immer größer. Jetzt war er schon so groß wie eine Hand und hatte fünf gelbe Zacken. Er sah aus wie ein richtiger Stern. Und dann fiel er ganz sanft mitten in den Stall. Auf dem Rand der Krippe hockte er und sah etwas erschrocken aus.

"Es ist Weihnachten, sagte das Kind. "Du darfst dir etwas wünschen. Ich weiß, du hast einen großen Wunsch. Der kleine Stern aber sah nur das Gesicht des Kindes, wie es ihn anlächelte. "Ich habe keinen Wunsch"; sagte der kleine Stern. Er sagte das nicht aus Bescheidenheit. Er hatte wirklich vergessen, was er sich so sehr gewünscht hatte. "Ich möchte nur eines; sagte er. "lass mich hier bei dir bleiben - in deiner Nähe, wo ich dich sehen kann. Ich möchte immer bei dir bleiben. Darf ich das?

"Das darfst du, antwortete das Kind. "Aber du kannst nur bei mir bleiben, wenn du weggehst; zu den Menschen, die hier auf der Erde wohnen. Wenn du ihnen erzählst, dass du mich gesehen hast.

"Die Menschen" sagte der kleine Stern, "werden meine Sprache nicht verstehen und mir nicht glauben". Und ... wie soll ich zu ihnen kommen? Sie sind ja in ihren Häusern. Die Türen sind zu, es ist kalt.
"Weil es kalt ist, sollst du gehen und sie wärmen".
Und die Türen?

Ich selbst werde sie für dich öffnen. Ich werde da sein bei den Menschen, zu denen du kommst.

Der kleine Stern schwieg. Er fühlte sich jetzt noch kleiner als vorher.

Als das Kind sah, dass der Stern traurig war, lächelte es ihn an: Wenn du gehst, werde ich dir etwas schenken! Weil du fünf schöne gelbe Spitzen hast, will ich dir fünf Geschenke mit auf den Weg geben: Wohin du kommst, da wird es hell werden. Die Menschen sollen deine Sprache verstehen. Du kannst ihr Herz anrühren. Du kannst Traurige fröhlich machen und Unversöhnliche versöhnen.
"Ich will es versuchen" sagte der kleine Stern. Und als er aufstand, spürte er, dass etwas von dem Licht, das das Kind umgab, mit ihm ging. Etwas von der Wärme und Freude und seinem Frieden. Der kleine Stern stand nicht groß und leuchtend über dem Stall, er war eher unscheinbar, als er so über die Erde wanderte.
Aber er trug ein Geheimnis bei sich, von dem die anderen Sterne nichts ahnten: Das Kind hatte ihn angelächelt und auf den Weg geschickt. Es hatte ihm Gaben gegeben, die er kaum fassen konnte.

Und so ging er nun über die Berge und durch die Flüsse; er ging dorthin, wo keine Wege waren. So, wie das Kind es gesagt hatte. überall wohnten Menschen. Er musste nicht weit gehen, bis er an eine Hütte kam, in der eine alte Frau saß, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt. Er konnte sie kaum erkennen, so dunkel war es im Haus.
"Guten Abend" sagte der kleine Stern. Es ist so dunkel bei dir. Darf ich hereinkommen? "Es ist immer dunkel bei mir", sagte die alte Frau. "Auch wenn ich Licht mache. Ich bin blind. Aber komm nur herein, wer du auch bist.

"Danke; sagte der kleine Stern und setzte sich zu der Frau an den Tisch. Und als sie eine Weile so dagesessen hatten, erzählte der Stern von seinem weiten Weg vom Himmel und von dem, was er in Bethlehem erlebt hatte. Und er erzählte so schön, dass die Frau sagte: "Es ist mir fast so, als könnte ich das Kind in der Krippe auch sehen. Dabei bin ich doch blind, und das Kind ist weit weg. Wenn du bei mir bleibst, ist es heller". Bleib bei mir, dann bin ich nicht so allein.

"Du wirst nie mehr allein sein" sagte der Stern. "Das Licht von dem Kind bleibt nun immer bei dir !"
Aber eines ist merkwürdig mit diesem Licht: Du kannst es nur behalten, wenn du es weiterschenkst.

"Ich verstehe", sagte die Frau. Als sie sich verabschiedet hatten, schloss sie ihre Hütte ab und ging über die Felder. Sie ging wie jemand, der sehen konnte. Vor ihr auf dem Weg war das Licht.
Ein Licht, das auch Blinde sehen. Der kleine Stern freute sich. Er hatte noch mehr Geschenke zu verteilen, und die Weihnachtsnacht war noch nicht zu Ende.
Sie geht nicht zu Ende. Der Stern wandert noch heute über die Erde. Ich kann dir abends am Sternenhimmel den Platz zeigen, wo er gestanden hat. Wo er heute ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass er nur zu denen kommt, die sich etwas wünschen. Die Frau hat sich gewünscht, nur so viel sehen zu können, dass sie aufstehen und gehen könnte.
Und der kleine Stern - er wäre noch heute ein kleiner weißer Punkt am Himmel, wenn er nicht einen so großen Wunsch gehabt hätte. Zu Weihnachten darf sich jeder etwas wünschen, nicht nur Kinder. Das Kind in der Krippe hört alle Wünsche und fragt: Was soll ich dir schenken?
In der Weihnachtsnacht geschehen Wunder, auch in diesem Jahr. Vielleicht geschieht sogar das Wunder, dass du - wie der Stern - deinen Wunsch vergisst, wenn du das Kind siehst und es dich anlächelt.




4. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster der Feuerwehrkids in Hünsborn
"Barbara"

 

Geh‘ in den Garten am Barbaratag
geh zum kahlen Kirschbaum und sag:
„Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit –
der Winter kommt, der Frühling ist weit.“
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest –
Wie der Frühling so schön!
Baum, einen Zweig gib Du mir von Dir
ist er auch kahl, ich nehm in mit mir.
Und er wird blühen in seliger Pracht, mitten im Winter –
in der Heiligen Nacht.
(Josef Guggenmos)

 




3. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster Bürgerbus
"Die kleine weiße Kerze"

In der Adventszeit ist in der Kerzenabteilung viel Betrieb. Man braucht Kerzen für den Adventskranz, für die Adventsgestecke, für die Weihnachtsbäume. Es gibt aber auch viele Kerzen; runde, dicke, dünne, schmale, dreieckige, viereckige, krumme und gerade. Bunte, karierte, gestreifte, mit Bild und ohne Bild. Duftkerzen, Bienenwachskerzen und Wasserkerzen. Alle stehen sie in den Regalen und warten darauf, dass sie gekauft werden. Eines Tages aber passierte in einem großen Kaufhaus in der Kerzenabteilung etwas Sonderbares.

Eine Verkäuferin kam mit ein paar großen vollbepackten Schachteln und füllte die Regale mit neuen Kerzen auf. Es waren alles schöne Kerzen, nur eine Kerze war für ihre Begriffe nichts Besonderes. Es war eine weiße fingerdicke und eßgabellange Kerze mit einem kleinen gelben Bethlehemstern darauf. Sie räumte den Müll beiseite und würdigte die kleine weiße Kerze keines Blickes mehr.

Die kleine weiße Kerze war mit ihrem neuen Zuhause gar nicht zufrieden. Denn sie spürte die abweisenden Blicke und vernahm das Tuscheln der anderen Kerzen hinter ihrem Rücken. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, und sie wurde von der Kerze an ihrer rechten Seite angestoßen.

„He du da! Meinst du nicht, dass du auf dem falschen Platz stehst?“ Bevor sie antworten konnte wurde sie auch von der Kerze an ihrer linken Seite angerempelt.
„Mach dich nicht so breit! Das ist unser Platz!“

Die kleine weiße Kerze bekam Angst, denn plötzlich rückten alle schönen Kerzen an sie heran; und da sie nicht mehr wusste wohin, kippte sie nach vorne über und plumpste auf den Boden. Die anderen Kerzen lachten spöttisch hinterher. Die kleine weiße Kerze dachte:“Nichts wie weg!“, und rollte zur Eingangstür hinaus, entlang am Straßenrand. Sie wäre noch lange so weitergerollt und bestimmt im nächsten Straßengulli gelandet, hätte sie nicht ein kleines Mädchen gesehen und aufgefangen.

„Was machst du schon wieder?“, rief die Mutter der trödelnden Tochter zu.
„Ich komme ja schon!“, antwortete das Mädchen und steckte die kleine weiße Kerze mit dem Bethlehemstern in ihre Jackentasche.

Aber dort gefiel es der kleinen Kerze ganz und gar nicht; und hätte sich am liebsten aus dem Staub gemacht, würde das kleine Mädchen sie nicht immer in der Tasche hin- und her schubsen.
Doch dann holte sie die Kerze aus ihrer Tasche und betrachtete sie genauer. Da sie nichts Schönes an der Kerze fand, warf si sie einfach in hohem Bogen auf die gegenüberliegende festgefrorene Rasenfläche.

„Nun ja!“seufzte die kleine Kerze. „Dann such ich eben selber einen Platz, wo man mich als Kerzenlicht nötig hat!“ Dazu kam es aber nicht, denn plötzlich spürte sie, wie von allen Seiten beschnuppert wurde. Dann stieß sie jemand leicht an und dann immer heftiger, so dass sie mit Schwung einen Hügel hinunter rollte. Als sie zum liegen kam, griff wieder jemand mit großen Pfoten nach ihr und tollte mit ihr auf der Wiese herum. Plötzlich hörte sie einen Ruf, und der Hund hob seinen Kopf und spitzte die Ohren.“Aika, komm her!“

So schnell wie er gekommen war, war er auch wieder verschwunden. Die Kerze war froh darüber.
Aber wohin jetzt? Sie ahnte nicht, dass sie auf dem Vorplatz einer großen Kirche gelandet war. Gerade ging die mächtige Portaltür auf.
Ins Freie trat eine ältere Frau, die beinahe auf die Kerze getreten wäre, hätte sie sie nicht im letzten Moment gesehen. Sie steckte sie in ihre Manteltasche.

Die Frau war damit beschäftigt, die Kirche festlich für den „Heiligen Abend“ zu schmücken.
Erst gegen Abend, als sie auf den großen Christbaum hinter der Weihnachtskrippe rote Kerzen anbrachte, fiel ihr wieder die gefundene Kerze ein. Denn in der Mitte des Baumes fehlte noch etwas. Und da passte sehr gut die kleine weiße Kerze mit dem Bethlehmestern.

Die kleine weiße Kerze fühlte sich nun zum ersten Mal am richtigen Ort und an der richtigen Stelle. Zusammen mit den anderen Kerzen konnte sie nun strahlen, wie einst der Stern über dem Stall von Bethlehem.




1. Dezember 2018 - Adventskalenderfenster bei den Messdienern in Wenden
"Ein Licht in dunkler Nacht"

Erzähler:

Es war ein später Samstagabend und die kleine Ida lag schon in ihrem Bett. Ihre Mama setzte schon zu einem Gute-Nacht-Kuss an, doch Ida brannte noch eine Frage auf der Zunge:

Ida:

Mama? Ich habe noch eine ganz wichtige Frage!

Erzähler:

Ihre Mama seufzte. Es war ein sehr langer und anstrengender Tag gewesen und sie sehnte sich nach der wohlverdienten Couch.

Mama:

Was gibt es denn? Hast du noch Durst? Musst du auf Toilette? Oder soll ich noch das Nachtlicht anmachen?

Erzähler:

Fragte sie die gewöhnlichen Verzögerungstaktiken durch. Aber Ida hatte eine andere Frage.

Ida:

Licht …. Also ich meine „Licht sein“, wie geht denn das?

Mama:

Licht sein? Wie meinst du das?

Erzähler:

Fragte Idas Mama und schaute Ida nachdenklich an. Ida richtete sich in ihrem Bett auf und versuchte es zu erklären.
Ida:

In der Schule hat die Lehrerin heute zu uns gesagt, dass wir Lichter sein sollen, die die Welt erhellen. Seitdem überlege ich, wie ich das machen kann.

Erzähler:

Lächelnd schaute Mama Ida an.

Mama:

Du bist doch mein Licht, seit du diese Welt betreten hast. Vom ersten Moment an hast du meine Welt erhellt!

Erzähler:

Skeptisch schaute Ida Mama an.

Ida:

Aber seit heute Morgen denke ich darüber nach. Denn wenn es Licht gibt, gibt es ja auch Dunkelheit und irgendwie habe ich den Eindruck, dass es viel mehr Dunkelheit auf der Welt gibt als Licht. In den Nachrichten hört man so viele schlimme Sachen über Krieg und Flüchtlinge. Viele Menschen sind arm oder sehr krank.

Mama:

Da hast du Recht, Ida. Es gibt sehr viel Dunkelheit auf der Welt und wenn wir ein Licht sein und die Welt erhellen sollen, dann reicht es nicht nur, morgens den Tisch zu decken oder die Nachbarn freundlich zu grüßen.

Erzähler:

Sie überlegte einen Moment….

Mama:
Warte kurz…Ich komme gleich wieder.

Erzähler:

Idas Mama verließ kurz das Zimmer. Bald darauf kam sie mit einem kleinen Teelicht und einer Streichholzschachtel zurück und setzte sich auf die Bettkante.

Mama:

Mach mal dein Nachtlicht aus.

Erzähler:

Forderte sie ihre Tochter auf. Nun war es stockdunkel in Idas Zimmer.

Ida:

Ooohh Mama!!!! Es ist sooo dunkel! Ich kann ja gar nichts sehen!!

Erzähler:

Die Mutter zündete die Kerze an und hielt sie zwischen Ida und sich:

Mama:

Guck, Ida! Das Licht der Kerze ist soo winzig klein und die Dunkelheit in diesem Zimmer ist soo groß. Aber trotzdem
kann diese große Dunkelheit nichts gegen das kleine Licht tun. Die Flamme der Kerze, auch wenn sie noch so klein ist, reicht aus, um die Dunkelheit zu durchdringen. So ist es nämlich, wenn Du ein Licht sein sollst. Du kannst die große Dunkelheit der Welt nicht alleine aufhalten. Aber du kannst überall, wo du bist, ein kleines Licht sein, das mit kleinen Taten die Dunkelheit Stück für Stück verdrängt.

Erzähler:
Ida hatte es verstanden und strahlte.

Ida:
Weißt du was Mama? Lass uns überlegen, was wir morgen tun können, um Lichter in der Welt zu sein.

Mama:
Wir können morgen drei Kerzen an andere Menschen weiter verschenken, die ein bisschen Licht in ihrem Leben gebrauchen können. Wir werden ihnen von dem kleinen Licht erzählen, dass die Dunkelheit verdrängen kann und stell dir vor vielleicht gibt einer von ihnen sein Licht auch weiter und der nächste wieder…

Erzähler:
Aufgeregt beendete Ida den Gedanken ihrer Mama ….

Ida:
Dann hätten wir mit unserem kleinen Licht die Dunkelheit an vielen Orten verdrängt.

Mama:
So machen wir das! Und jetzt wird geschlafen! Träum schön, mein kleines Licht!

Erzähler:
Idas Mama gab ihr einen Gute-Nacht-Kuss und hörte, kurz bevor sie die Kinderzimmertür schließen wollte….

Ida:
Und mit jeder Kerze, die ich verschenke, werde ich einem Menschen ein Lächeln mitschenken.



 

In Gottes Hand geborgen

In Gottes liebender Hand geborgen, unter diesem Thema stand das Morgenlob in der Dorfgemeinschaftshalle im Oktober. Dazu war wieder eine schöne Mitte gestaltet worden.



„Von Beginn unseres Lebens an, sind Hände um uns.“ So begann dann die Andacht. „Das neugeborene Kind wird von guten Händen im Empfang genommen. Am Anfang unseres Lebens stehen Hände, die uns berühren, Hände, in die wir gelegt werden.
Von Anfang an aber tragen uns auch Gottes Hände. Wir sind in seiner Hand eingezeichnet. Manchmal in unserem Leben gibt es auch Momente, wo wir meinen, seine Hand nicht zu spüren. Aber trotzdem können wir sicher sein, er hält uns.“



Für den „guten Ton“ bei dieser Andacht sorgte wieder Michaela Schönian am Keyboard.



Für das anschließende Frühstück hatten wieder fleißige Helferinnen schon früh angefangen, alles schön her zu richten.

Für die 30 Frauen, die gekommen waren, war das wieder ein besonderer Einstieg in den Tag.

 

 



Feucht fröhliche Wanderung

Die kfd Wenden/Möllmicke hatte zu einer Tageswanderung eingeladen. Ziel war die schöne Rita Kapelle in Bettorf. Pünktlich um 9 Uhr trafen die Frauen am Brunnen in Möllmicke ein. An den Tagen davor hatte es Temperaturen gegeben, die schon sorgen ließ, ob es für die Strecke von ca. 16 km dann nicht zu heiß werden würde. Diese Sorge allerdings brauchten dann die Frauen an diesem Tag nicht zu haben. Es regnete in Strömen, und Regen war auch für den ganzen Tag vorgesehen.

Um die gute Laune zu fördern, hatte die Vorsitzende an diesem Morgen noch schnell ein Gedicht verfasst und begrüßte die Frauen mit den Worten:

„Nachdem wir uns heute Morgen erst mal besonnen,
sind wir hier an den Brunnen gekommen.

Das Wandern liegt uns Frauen im Blut,
die Wetterbedingungen heute sind äußerst gut.

Wir brauchen keine Angst vor Sonnenbrand zu haben,
die Temperatur ist gut – so können wir sagen.

Keine große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit ist uns Last.
Wehe, - wenn du jetzt lachst!

Wir können gut atmen und der Regen ist gut für’s Gesicht.
Was wollen wir mehr? Das seht ihr doch auch so –oder etwa nicht?

Von dem Wetter lassen wir uns nicht unterkriegen.
Unser Mut und die gute Laune werden es besiegen.

Und ab 17 Uhr – so sagt meine App – nur noch 30 % Regenwahrscheinlichkeit.
Ist das nicht eine tolle Neuigkeit?“

Dann ging es munter los, am alten Dreschplatz vorbei. Am Brüner Kapellchen wurde ein Marienlied gesungen.

Unterhalb vom Dörfchen Heid führte uns der Weg durch den Grund, durch Höfchen und Hilchenbach. Den Frauen war dieser Weg neu. Bei schönem Wetter hätte man hier eine tolle Aussicht gehabt, die fehlte nun leider.

Das Wetter ließ es dann auch leider nicht zu, an den vorgesehenen schönen Rastplätzen dann länger zu verweilen. Es regnete zeitweise, als schütte der Himmel kübelweise aus.

Zur Mittagszeit lud ein Unterstand für Traktoren dann ein, dort Zuflucht für die Mittagspause zu suchen.

Früher kamen wir dann auch in Bettorf an. In der Kapelle hielten wir eine Andacht. Dann erzählte uns das Ehepaar Nussbaum über die Pläne und den Bau der Kapelle. Alles war besonders liebevoll ausgeführt worden. Das konnte man an den vielen Details sehen.

Im Anschluss daran gab es dann Kaffee in der Gartenhütte der Nussbaums und Brigitte Kersting brachte pünktlich dazu Waffeln und Kuchen.

Mit dem Bus ging es dann wieder nach Hause.

Trotzdem, dass alle mistnass waren und die meisten Schuhe noch zwei Tage zum Trocknen brauchten, war es ein sehr schöner Tag.

 

 


50 Jahre - wir feiern Jubiläum

Nach dem feierlichen Hochamt in der St. Severinus Kirche waren etliche Frauen und auch einige Männer ins Pfarrheim gekommen.
Mit den Worten „50 Jahre alt – wir feiern Jubiläum“ begrüßte die 1. Vorsitzende Brigitte Hennecke die anwesenden Frauen und freute sich, dass Vikar Lambrecht, die stellvertretende Diözesanvorsitzende Inge Dahlbüdding-Heintel und die stellvertretende Bundesvorsitzende Anna-Maria Mette, zur Feier gekommen waren.

Eine besondere Freude war es, auch etliche ehemalige Vorstandsmitglieder und Helferinnen im Pfarrheim zu sehen. Stellvertretend für alle begrüßte sie Christel Luke die erste Kassiererin und Irene Hillebrand, die erste Schriftführerin der Frauengemeinschaft.

Verhindert waren Bürgermeister Bernd Clemens und die beiden Ortsvorsteher, Dietmar Häner und Detlef Breidebach. Der Bürgermeister und auch die Ortsvorsteher, die im Namen von Wendener und Möllmicker Vereine gratulieren, hatten ihre Gratulation schon im Vorfeld überbracht.

In Deutschland gibt es ca. 5.300 kfd Pfarrgemeinschaften, so führte die Vorsitzende weiter aus –und eine davon ist seit 50 Jahren die kfd Wenden/Möllmicke und darauf können wir stolz sein.
Das verdanken wir dem weitsichtigen Denken des damaligen Pfarrer Bieker und einigen mutigen und engagierten Frauen.

Unsere Chronik beginnt mit folgender Eintragung:

„Die Frauen- und Mütterarbeit war bisher in Wenden mit der Caritasarbeit verbunden. Um den verschiedenen Aufgaben besser gerecht zu werden, beschloß unser Herr Pfarrer Bieker die Arbeitsbereiche zu trennen und für jeden Bereich eigene Helferinnen zu gewinnen.
Am 16. April 1967 lud er im Pfarrnachrichtenblatt alle interessierten Frauen zu einer Versammlung, die am 20.4.1967 um 15 Uhr im kleinen Saale der Gastwirtschaft Wurm stattfinden sollte, ein. Die Diözesanvorsitzende der Frauen- und Müttergemeinschaft, Frau Harnischmacher aus Olpe, war ebenfalls eingeladen, um über die Aufgaben der Gemeinschaft zu sprechen.“

Am 20. April erschienen dann 17 Frauen aus der Gemeinde. Pfarrer Bieker erklärte nochmal die Gründe für sein Vorgehen: „Da aber unsere Gemeinde bedeutend größer geworden sei und dadurch entsprechend mehr Arbeit anfalle, sei es notwendig, die beiden Arbeitsbereiche zu trennen“ so ist in unserer Chronik zu lesen.

Dann wurde über die Aufgaben, den Vorstand, die Bezirkshelferinnen und das weitere Vorgehen gesprochen. Einmal im Jahr sollte zu einer Mitgliederversammlung eingeladen werden. Eine Generalversammlung sollte alle vier Jahre stattfinden.

Der Beitrag wurde auf 0,70 DM festgelegt. Weiter steht dann geschrieben:
„Der Heftbeitrag von 0,40 DM ist darin enthalten. Die restlichen 0,30 DM gehen in unsere Kasse. Davon werden nach Paderborn einmal jährlich 0,20 DM pro Mitglied abgeführt. In die Dekanatskasse zahlen wir 0,20 DM je Mitglied im Jahr.“
In der zweiten Versammlung am 24. April 1967 im kleinen Saal der Gastwirtschaft Wurm wurden die Aufgaben der beiden Bereiche – Caritas und Frauengemeinschaft – noch einmal vorgestellt.
Die Orte Wenden und Möllmicke sollten in Bezirke aufgeteilt werden, für jeden Bezirk benötigte man für die Caritasarbeit und der, der Frauengemeinschaft eine Helferin.

55 Frauen waren zu diesem Treffen erschienen.
Die Frauen, die sich für den Bereich der Caritas entschieden, verließen dann die Versammlung.
Die verbliebenen Frauen wählten dann den ersten Vorstand der Frauen- und Müttergemeinschaft.

Zur Vorsitzenden wurde Marie-Therese Kirsch aus Wenden gewählt. Als Stellvertreterin sollte bewusst eine Frau aus Möllmicke gewählt werden und so sollte Martha Niederschlag gefragt werden, die an diesem Abend nicht anwesend war. Kassiererin wurde Christel Luke und Schriftführerin Irene Hillebrand. Beratende Mitgliederinnen wurden Hildegard Kraft und Fräulein Canarius. (Heute Frau Henkel)

Am 22. Mai 1967 trafen sich die Frauen im Jugendheim. Vorab hatte ihnen Pfarrer Bieker eine Aufstellung der Bezirke zukommen lassen. Wenden war in 27 Bezirke aufgeteilt worden und Möllmicke in 9. Für jeden Bezirk konnte eine Helferin gefunden werden.

Jetzt ging die Arbeit der Frauengemeinschaft los. Es sollte Werbung gemacht werden, um viele Frauen für die Gemeinschaft zu gewinnen.
Das Programm wurde überlegt.
Jeden Monat fand die Helferinnenrunde statt. Hier wurden die nächsten Termine besprochen, aber es gab auch immer ein religiöses Thema, wie die Sakramente , Heilige Messe, Bibeltexte, über das gesprochen wurde.
Außerdem wurde regelmäßig ein Artikel aus Frau und Mutter besprochen. Es gab ein vielfältiges Kursprogramm. Hier waren auch die Schwestern aus dem Altenheim mit eingebunden. Da jungen Müttern besonders geholfen werden sollte, waren auch häufig Kinder-Erziehungskurse anberaumt. Basteln, Nähen und Kochen übernahmen die Schwestern im Altenheim.

Das tägliche Geschehen in der Gemeinde wurde auch nicht außeracht gelassen.

So war im Jahre 1968 über einen längeren Zeitraum die neue Schule in Wenden ein Thema. Diese sollte als Gemeinschaftsschule eingerichtet werden. Die Geistlichen im Dekanat waren allerdings der Meinung, dass alles getan werden solle, um eine kath. Bekenntnisschule zu erhalten. Und so wurden die Helferinnen der kfd in diese Bemühungen mit eingebunden, sie waren mehrmals unterwegs, damit die Befragung, die durchgeführt wurde, gemacht werden konnte und vieles mehr.

Vieles könnte im Einzelnen noch angeführt werden, denn es waren über die Jahre immer aktive Jahre mit vielen Angeboten.
Eine große Aktion im Jahr waren Frauenkaffee und Basar.
Den Frauenkaffee gibt es auch heute noch, allerdings wäre mit den Zahlen von heute noch Platz in der alten Gastwirtschaft Wurm. Als er in die Aula der Konrad-Adenauer Schule verlegt werden sollte, war das kein einfaches Unterfangen. Es wurde zuerst abgelehnt, weil er nicht für alle offen war.
Den Basar gibt es nicht mehr. Über viele Jahre wurde der Basar samstags und sonntags geöffnet.
Am Samstagnachmittag gab es Kaffee und Kuchen und die Ausstellung konnte angesehen werden. Sonntags um 9 Uhr öffnete dann der Basar zum Verkauf. Schon kurz nach 8 gab es Schlangen vor der geschlossenen Tür wie sonst nur noch beim Aldi.

Sehr aktiv waren die Untergruppen
Es gab Theatergruppen; Spielkreise; Gruppe „Altweibertreiben“; Gruppe „Bastel- und Kochkurse“; Liturgiekreis; Gruppe „Mutter-Kind-Treffen; einen Liturgiekreis; Frauentreff und Kreis der Alleinstehenden über 50. An die beiden letzten Gruppen kann ich mich noch gut erinnern. Sie waren bis vor ein paar Jahren noch aktiv.

Heute haben wir die Paramentengruppe; einen Liturgiekreis; zwei Theatergruppen und zwei Gruppen, die sich um die Eltern-Kind-Treffen in den beiden Kindergärten kümmern.

Am letzten Montag im Monat um 19 Uhr treffen sich die Bezirkshelferinnen. Zweimal im Jahr sind die Treffen nachmittags, denn dann nehmen wir uns Zeit für Kaffeetrinken bzw. vor der Sommerpause um Eis zu essen.
In den 50 Jahren haben sich viele Frauen mit ihrer Kraft und Zeit, ihrem Können und Charisma für diese Aufgaben eingesetzt. Das ist ein wirklicher Grund zu feiern und auch danke zu sagen.

Am Schluss ihrer Ansprache sprach die Vorsitzende allen Frauen einen besonderen Dank aus: „ Ein großer Dank gilt den vielen Frauen, die über die Jahre da waren.
Den Bezirkshelferinnen, die unsere Mitglieder in den Bezirken betreuen, die für sie da sind, ein offenes Ohr für sie haben.
Den Frauen, die andere Aufgaben in unserer Gemeinschaft übernommen haben, sei es durch Kurse, durch Theaterspielen, durch basteln und werkeln; durch Tische aufstellen und wieder abbauen, Kuchen backen, Salate machen und vieles, vieles, vieles mehr.
Danken wollen wir aber auch den Frauen, die unsere Angebote mit Freude angenommen haben und gekommen sind und auch heute immer noch kommen.“

Danach überbrachte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Inge Dahlbüdding-Heintel die Grüße und die Glückwünsche des kfd Diözesanverbandes Paderborn und sprach allen Frauen ihren Dank aus.
Die stellvertretende Bundesvorsitzende überbrachte die Grüße aus Düsseldorf.
Weiter sprach sie dann über die wichtigen Errungenschaften der Frauengemeinschaft. „Viele junge Frauen können sich kaum vorstellen, wie viel Initiative nötig war, um Frauen die Gleichstellung zu ermöglichen und damit die Vorstellung verbinden, dass Frauenverbände wie die Kfd überflüssig sind. Aber das ist eine Fehleinschätzung.“ So Anna-Maria Mette, und weiter „Es ist einiges erreicht, aber die offenen Baustellen sind noch zahlreicher“, so bilanzierte sie.
Nach ihren Worten gab es dann den Mittagsimbiss. Viele Frauen hatten leckere Salate zubereitet und dazu gab es Würstchen vom Grill.

Nachdem sich die Frauen und Männer gestärkt hatten, wurden die Jubilare geehrt.
In diesem Jahr gab es zwei Helferinnen, die schon 20 Jahre aktiv sind, Beate Gerigk und Iris Albrecht. Letztere war leider verhindert. Ebenso Mechthild Clemens, die in diesem Jahr auf 25 aktive Jahre zurück blickt. Was besonderes war dann die Ehrung von Anneliese Grebe und Ingrid Stracke. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern und sind sage und schreibe 50 Jahre alt Helferin aktiv.

Ein Höhepunkt war dann der Auftritt der beiden Theatergruppen Wenden und Möllmicke, die im Wechsel beim Frauenkaffee unterhalten. So gaben dann Anna-Ruth Halbe und Bianca Schrage von der Möllmicker Gruppe ein Stück von Loriot zum Besten und erzählten auf wendsch Platt von einem besonderen Fernsehabend.
Fast komplett war die Wendener Theatergruppe erschienen und gab zwei musikalische Stücke zum Besten.
Nochmal gestärkt mit Kaffee und frischen Waffeln löste sich dann am Nachmittag die Runde auf.
Es waren ein paar schöne Stunden an diesem Sonntag, dem 21. Mai 2017.

 




Maiandacht

Zur Maiandacht mit dem Thema „Gemeinsam auf dem Weg“
hatten wir eingeladen und fast 40 Frauen waren ins Pfarrheim gekommen. Zum ersten Mal fand auch die Andacht im Pfarrheim statt und so saßen wir zuerst im großen Saal.

Auf dem Weg – das galt nicht nur für Maria, das gilt auch täglich für uns. Wir sind ein Leben lang auf dem Weg, mal alleine, mal in Gemeinschaft. Maria ist uns auf jeden Fall eine Wegbegleiterin.

„Komm Maria,
auf deinen Wegen im Leben gehst niemals du allein.
Es wird an deiner Seite die Mutter Jesu sein.

Wenn dir auch einige sagen, dass man nichts ändern kann.
Du kannst was Neues wagen, fang mit gerecht sein an.

Laufen die Menschen durchs Leben, ohne sich anzusehn.
Reiche die Hand deinem Nächsten und bleibe bei ihm stehn.

Scheint dir auch dein eignes Suchen vergebne Müh und Plag.
Du findest doch neue Wege, andre folgen dir nach.“

Zu Maria’s Weg gehörte auch Flucht. So dachten wir auch an die vielen Menschen, die auch heute immer noch auf der Flucht sind.

Nach dem gemeinsamen Gebet und Gesang gingen wir einen Raum weiter in die Altenstube. Hier waren die Tische schon schön gedeckt und frische Waffeln, heiße Kirschen und Sahne standen bereit.

Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken gingen die Frauen wieder nach Hause. Die Helferinnen hatten noch mit dem Aufräumen zu tun und machten sich dann auf den Weg.



Morgenlob März 2017 - Die Zumutungen des Lebens annehmen

Die Zumutungen des Lebens annehmen, so lautete das Thema des Morgen lob am Dienstag, 7. März im Dorfgemeinschaftshaus.
Die anwesenden Frauen waren eingeladen, sich mit dem Kreuzweg Jesu, seinem Leiden und Sterben auseinander zu setzen. Mit Texten und Liedern wollten wir Jesus begleiten, aber dabei auch auf unser eigenes Leben schauen. Denn auch das eigene Leben ist voller Höhen und Tiefen, es gibt Kummer, Sorgen, Ängste und Belastungen. Während des Kreuzweges wurden 6 Kerzen entzündet. Sie standen für einen Moment des Leidenswegs Jesu, aber waren auch eine Facette für unser Leben und unsere ganz persönlichen schmerzhaften Erfahrungen.
Im Anschluss an die Kreuzwegandacht wurde wie üblich in gemütlicher Runde gefrühstückt.

Gestärkt an Leib und Seele gingen die Frauen dann wieder zurück in ihren Alltag.



Mitgliederversammlung 2017

Die Vorsitzende Brigitte Hennecke begrüßte die anwesenden Frauen.
Anschließend berichtete die Schriftführerin Sibille Niklas über ein gutes Jahr mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.
Sie berichtete über die Helferinnenrunden, Morgenlob in der Dorfgemeinschaftshalle, dem Weltgebetstag im ev. Gemeindehaus, den Back- und Kochkursen, Wanderungen, Eltern- Kind-Treffen, Tanzveranstaltungen, Fahrten zu den Weihnachtsmärkten und dem Frauenkaffee. Sie bedankte sich bei den Helferinnen für Ihren ständigen Einsatz.

Die Kassiererin Elvira Wirtz berichtete im Kassenbericht über Ein- und Ausgaben.
Die Kassenprüferinnen lobten die gute Kassenführung und stellten den Antrag zur Entlastung des Vorstands, der einstimmig von der Versammlung bestätigt wurde.

Es standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung:
Die Stellvertretende Vorsitzende Roswitha Geers stellte sich nicht mehr zur Wahl für dieses Amt zur Verfügung, möchte aber gerne als Beisitzerin im Vorstand bleiben.
Da sich keine Frau für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden fand, bleibt diese Position erst mal vakant.
Elvira Wirtz wollte nach über 20-jähriger Tätigkeit das Amt als Kassiererin gerne niederlegen und stand nicht mehr zur Wahl. Ihr wurde mit einem Blumengesteck für ihre Vorstandstätigkeit gedankt. Sie bleibt aber der kfd als Helferin noch erhalten.

Zur Kassiererin wurde Susanne Arns-Stahl gewählt.
Als Beisitzerinnen wurden Inge Reis, Renate Stahl und Roswitha Geers gewählt.

Danach wurden die Termine für 2017 besprochen.


Mitgliederversammlung 2016

Die Vorsitzende Brigitte Hennecke begrüßte die anwesenden Frauen.
Im Geschäftsbericht berichtete die Schriftführerin Sibille Niklas über ein gutes Jahr mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.

Der Kassenbericht von Elvira Wirtz sagte aus, dass die Kosten „so eben gedeckt sind“.
Das sei aber auch nur möglich durch den Kuchenverkauf im letzten Jahr. Nur mit den Mitgliedsbeiträgen allein ist es nicht mehr möglich.
Die Kassenprüferinnen bestätigten eine gut geführte Kasse. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Zu wählen waren in diesem Jahr Vorsitzende und Schriftführerin. Brigitte Hennecke und Sibille Niklas wurden einstimmig wiedergewählt.

Danach wurden die Termine für das Jahr 2016 besprochen.



"Drei merkwürdige Gäste und ein guter Stern"

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Betlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist.

Als die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall.
Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, wirkte aber hinter ihrer lustigen Maske eigentlich sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht
.
Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht: „Ich bin die Lebensfreude“ sagte sie. „Ich komme zu dir weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Alles ist so bitterernst geworden.“ Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. „Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen.“

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. „Ich bin die Zeit“ sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht.
„Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit, sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Die Zeit vergeht nicht. Zeit entsteht. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt." Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. „Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du immer so viel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.“

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste.
„Ich bin die Liebe“ sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Es heißt, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig.“ Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind. “Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt.“ Und die Tränen verwandelten sich in drei wunderschöne blühende rosa Rosen.

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gäste, die dem Kind ihre Gaben gebracht hatten. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte.

Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen. "Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es Ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und seine Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt.“

Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach.
Auch unser Leben und unsere Zeit stehen seit der Geburt Jesu unter einem neuen guten Stern, der alles Dunkle hell macht und alle Verletzungen heilt. Das ist die große Freude, die allem Volk zuteil wird, auch mir und dir.

Gädzr

 



"Marie und der Weihnachtsmann"

Marie saß am Fenster und schaute dem Flockenwirbel zu. Es war der 22.  Dezember und pünktlich zu Weihnachten hatte sich Schnee eingestellt. Die Flocken wurden immer dichter und bald war alles mit Schnee bedeckt. Plötzlich entdeckte Saskia einen kleinen Vogel, der sich auf dem Ast einer Tanne vor ihrem Fenster immer tiefer in seine Federn kuschelte. Ganz rund war er und schaute mit traurigen Augen in die Welt. Anfangs schüttelte er die Schneeflocken, welche sein Gefieder trafen, noch ab, aber bald sah das Vöglein ganz nass und unglücklich aus. Saskia bemerkte, dass der Schnee auf dem Vogel liegen blieb. Jetzt war er einer Schneekugel zum Verwechseln ähnlich. Sie sprang auf und verließ ihren Fensterplatz.

„Papa, Papa, komm, du musst mir helfen. Da draußen das Vögelchen, es erfriert"!“ „Marie ich habe jetzt keine Zeit für dich. Ich muss den Bericht noch fertig schreiben.", antwortete Maries Vater.
„Aber Papa, der Vogel, er erfriert!, wütend stampfte sie mit dem Fuß auf und zupfte ihren Vater am Ärmel.
„Marie, in einer Stunde habe ich Zeit für dich, dann können wir spielen, aber jetzt geh wieder in dein Zimmer."
Marie überlegte, in einer Stunde, da würde das Vögelchen erfroren sein! Ganz leise schlüpfte sie in ihre warmen Winterstiefel und zog ihren Mantel an. Dann öffnete sie die Haustür und schob sich hindurch.

Kalter Wind blies ihr entgegen und sie musste sich richtig dagegen stemmen um nicht umgeweht zu werden. Die großen Flocken behinderten ihre Sicht, aber als Marie erst einmal um die Hausecke herum war, ließ der Wind nach. Ganz langsam schlich sie an die Tanne heran, und wirklich, da saß noch immer das Vögelchen, fast konnte man es nicht mehr erkennen, vor lauter Schnee. Behutsam streckte Saskia ihre Hand aus, blieb aber mitten in der Bewegung wie erstarrt stecken als hinter ihr eine tiefe drohende Bassstimme sagte: „Hohoho! Was machst du denn hier draußen bei dem Schneegestöber mein Kind?"

Marie drehte sich ganz langsam um und schaute zuerst einmal auf einen dicken Bauch, über den sich ein roter Wintermantel spannte. Schüchtern hob sie ihren Kopf und blickte kurze Zeit später in ein bärtiges Gesicht mit freundlichen, lachenden Augen. Das gab ihr Mut und so antwortete sie: „Ich muss das Vögelchen retten, es erfriert sonst!" „Welches Vögelchen?', fragte die Stimme und die Augen des Mannes vor ihr schauten sie fragend an. „Na das da!", Marie drehte sich um und ihr Arm blieb abermals mitten in der ausholenden Bewegung stecken, „Wo ist es denn hin? Eben saß es doch hier auf dem Ast!" Maries  Augen füllten sich mit Tränen. „Siehst du, weil du gekommen bist, kann ich es nicht retten, jetzt ist es weg und erfriert bestimmt!", flüsterte sie fast unhörbar als sie sich wieder zu dem großen Mann umdrehte.

Dieser ging in die Knie und war jetzt genau so groß wie Marie. Er schaute ihr ins Gesicht und fragte: „Weißt du wer ich bin?" Saskia schüttelte den Kopf und dabei flogen ein paar ihrer Tränen zur Seite. Irgendwie kam ihr der Mann schon bekannt vor, aber, hmmm, sie blinzelte um wieder etwas besser sehen zu können. Der Mann hob seinen Zeigefinger an seinen Mund und sagte ganz leise: Psssst! Ich bin der Weihnachtsmann. Aber das darfst du nicht verraten! Versprichst du es mir?" Marie nickte.

„Ich bin gerade hier vorbei gekommen um zu sehen ob die Kinder in diesem Haus auch alle brav sind und Geschenke verdient haben. Dabei sah ich dich ganz alleine aus dem Haus laufen. Und weil ich gesehen habe wem du helfen wolltest, habe ich das kleine Vöglein einfach ins Weihnachtswunder-land geschickt, denn sein Herz wollte gerade aufhören zu schlagen. Du brauchst dir also keine Sorgen mehr zu machen, geh ins Haus, deine Hände sind ja schon ganz blau gefroren! Und denk dran, morgen ist Weihnachten!" der Weihnachtsmann blinzelte Marie zu und sofort wurde sie wieder fröhlich.
Geschwind lief sie an ihm vorbei und um die Ecke. Als sie aber noch einmal ein paar Meter zurück lief um „Auf Wiedersehen" zu sagen, war niemand mehr im Garten zu sehen.

Am liebsten hätte sie ihrem Papa und ihrer Mama erzählt, dass sie den Weihnachtsmann getroffen hatte, aber sie behielt es für sich. Erwachsene glaubten nicht an den Weihnachtsmann, wie sie vor ein paar Tagen bei einem Gespräch mitbekommen hatte ...
Aber, dass Marie den Weihnachtsmann wirklich getroffen hatte, bewies sich, als sie am Heiligabend ihre Geschenke auspackte. Darunter fand sie eine kleine Flöte aus Holz mit einem kleinen weißen Porzellanvögelchen obendrauf. Es sah genauso aus wie die kleine Vogelschneekugel am Vortag.

Marie stand auf und lief ans Fenster. Sie musste sich auf ihre Zehenspitzen stellen, um die Stelle, an der sie mit dem Weihnachtsmann zusammen gestanden hatte, zu sehen. Ganz leise flüstert sie: „Danke, lieber Weihnachtsmann!"
Dann hob sie die Flöte an ihre Lippen und fing an zu spielen ...

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